Auf unserem Weg durch den verwildernden Wald begegnen uns überall Rotbuchen – als Keimlinge, Baumriesen und umgefallene Stämme. Die Wildtiere passen sich dieser Lebenswelt an und wissen jede Veränderung für sich zu nutzen. Rehe naschen am frischen Grün, Spechte hämmern an absterbenden Bäumen und Käfer machen sich über das morsche Holz her. In feuchten Bachtälern kriechen Feuersalamander durchs Laub. Nachts verlassen Fledermäuse ihre Baumhöhlen und gehen auf Insektenjagd.
Natur Natur sein lassen
Im Nationalpark darf Natur Natur sein. Der Mensch nimmt sich zurück, überlässt die Natur sich selbst und kann als staunender Gast erleben, wie sich Wildnis entwickelt. Urige Wälder auf Bergkuppen und in Schluchten, Felsen und Blockhalden, naturnahe Quellen und Bäche sowie ruhige Wiesentäler und Waldwiesen bilden den Naturschatz des Nationalparks. Hier, auf einer Fläche von 57 Quadratkilometern, ist einer der größten zusammenhängenden Buchenwälder Europas geschützt. Die Laubwälder mit ihren zum Teil über 200jährigen Buchen werden nicht mehr genutzt.